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1 month ago - 6/2/2019

Das nächste Wunder: Vardar gewinnt die Trophäe zum zweiten Mal

Und wieder ist es Vardar! Zum zweiten Mal nach 2017 und bei der dritten Teilnahme beim VELUX EHF FINAL4 gewann das Team aus Skopje die Champions League-Trophäe. Die Mannschaft von Cheftrainer Roberto Parrondo besiegte Veszprém in einem intensiven Finale mit 27:24 - und verlängerte den Finalfluch des ungarischen Rekordmeisters. Zum vierten Mal nach 2002, 2015 und 2016 waren sie Finalisten, zum vierten Mal verloren sie.

• Nach dem THW Kiel (2010 und 2012) und dem FC Barcelona (2011 und 2015) ist Vardar die dritte Mannschaft, die in Köln zum zweiten Mal den Pokal gewinnt.
• Nach Talant Dujshebaev ist Roberto Parrondo der zweite Handbaler, der die EHF Champions League als Spieler (2008, 2009) und als Trainer (2019) gewinnt.
• Ivan Cupic gewann nach 2016 mit Kielce und 2017 mit Vardar zum dritten Mal den Titel beim VELUX EHF FINAL4.
• Veszpréms Torhüter Arpad Sterbik verpasste seinen fünften Champions League-Titel.
• Die besten Torschützen des Finales waren Rogerio Moraes (Vardar) und Kentin Mahe (Veszprém) mit jeweils sechs Trefferm.
• Vardars Linkshänder Dainis Kristoppans erzielte vier Tore und beendete die Saison mit 94 Treffern. Damit ist Alex Dujshebaev (Kielce) mit 99 Toren der Torschützenkönig der Champions League-Saison 2018/19.
• Vardars scheidender Spielmacher Igor Karacic wurde als MVP des VELUX EHF FINAL4 ausgezeichnet, sein Teamkollege Dejan Milosavljev als bester Torhüter des Turniers.
• Im letzten Spiel seiner Karriere verpasste Momir Ilic (Veszprém) die Gesamtführung der Torschützenliste des VELUX EHF FINAL 4 mit nun 58 Toren, sieben hinter Kiril Lazarov (65).
• Sein Teamkollege Laszlo Nagy beendete seine Karriere wie Ilic ohne weitere Trophäe.

FINALE
Telekom Veszprém HC (HUN) vs HC Vardar (MKD) 24:27 (16:11)

Die wichtigste Nachricht gab es schon vor dem Anpfiff: Arpad Sterbik (Veszprém) und Igor Karacic (Vardar), die in den Halbfinals verletzt ausgeschieden waren, konnten auflaufen. Während MVP Karacic von Beginn an spielte, saß Sterbik zunächst auf der Bank.

Obwohl Vardar am Samstag das zweite Spiele – eine intensive Schlacht, bis Barcelona 29:27 niedergerungen war – hatten die Mazedonier den klar besseren Start. Veszprém hatte Probleme im Angriff, während auf der anderen Seite zunächst Kreisläufer Rogerio Moraes und dann Stas Skube für die Tore sorgten. Nach nur 15 Minuten hatte Vardar genauso viele Tore erzielt, wie in der gesamten ersten Hälfte gegen Barcelona – neun – und lag 9:6 vorne.

Weder eine Knieverletzung von Daniil Shishkarev nach nur 13 Minuten, noch eine Auszeit von Veszprém-Trainer David Davis konnten den Vardar-Express aufhalten. Sensationell lag der Champions-League-Seiger des Jahres 2017 mit 16:10 vorne und gingen mit fast dem identischen Abstand in die Kabine (16:11) – nicht zu vergleichen mit dem 9:16 zur Pause gegen Barcelona.

Aber dann kam Sterbik! Vor zwei Jahren hatte er Vardar mit einer unglaublichen Leistung zum Champions-League-Sieg geführt, nun brachte er Veszprém zurück ins Spiel. Alleine seine Anwesenheit, aber auch seine Paraden sorgten dafür, dass aus einem 11:16 ein 16:17 wurde. Sofort nahm Vardar-Trainer Roberto Parrondo seine Auszeit.

Das Spiel stand auf der Kippe, Sterbik hatte einen Lauf. Aber Vardar gelang es, den Vorsprung zu halten, aber sie spürten Veszpréms Atem im Nacken. Mit Ausnahme des 24:21 für Vardar war der Abstand nie größer als zwei Tore. Veszprém verteidigte äußerst offensiv und übte enormen Druck auf die mazedonischen Angreifer aus. Zudem übernahm Kentin Mahe nun die Verantwortung für Veszpréms Angriff.

Aber Vardar hielt all dem stand.Als erst Torhüter Dejan Milosavljev gegen Blaz Blagotinsek parierte und Kristopans zum 25:23 traf, stand das Tor zum Podium weit offen, und als der nun dreifache Champions-League-Sieger Ivan Cupic das 26:23 erzielte, war die nächste Episode der Vardar-Wundergeschichte geschrieben.Schließlich besiegelte ein weiteres Cupic-Tor zum Endergebnis von 27:24 den zweiten Vardar-Titel.

Autor: Björn Pazen
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