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3 months ago - 6/2/2019

Torrekord mit glücklichem Ende für Barça

Niemals zuvor hatte eine Mannschaft in einem VELIUX EHF FINAL4-Spiel ohne Verlängerung 40 Tore erzielt, niemals zuvor gab es 75 Treffer in 60 Minuten in Köln: Wer gedacht hätte, Barça und Kielce seien einfach nur enttäuscht nach ihren Halbfinal-Niederlagen, wurde im Platzierungsspiel am Sonntag eines Besseren belehrt.

  • Der bisherige Torrekord für Spiele ohne Verlängerung beim VELUX EHF FINAL4 waren 72 Treffer beim 39:33 von Hamburg gegen Kiel im 2013er Halbfinale.

  • Arkadiusz Moryto war mit zehn Treffern für Kielce erfolgreichster Werfer des Spiels, Dika Mem traf achtmal für Barcelona.

  • Nach fünf Toren führt Kielces Alex Dujshebaev die Torschützenliste nun mit 99 Treffern an.

  • Zum zweiten Mal nach 2014 wurde Barcelona Dritter.

Platzierungsspiel 3-4
Barça Lassa (ESP) vs PGE Vive Kielce (POL) 40:35 (20:16)

In einem Spiel quasi ohne Abwehr auf beiden Seiten, dafür aber Toren und Tempo, sahen die Zuschauer in der ausverkauften LANXESS-Arena äußerst unterhaltsames Spiel. Beide Seiten wollten unbedingt gewinnen, unbedingt Tore erzielen und die Fans unterhalten. Barça lag ab dem 3:3 immer in Führung, und setzte sich dank der Treffer von Jure Dolenec und Dika Mem sowie der Tatsache, dass nach 20 Minuten bereits neun verschiedene Spieler getroffen hatten, locker auf fünf Tore Mitte der ersten Hälfte ab.

Kielce versuchte alles, aber es dauerte bis Mitte der zweiten Hälfte, ehe man aus einem 25:30 ein 29:31 gemacht hatte, Barcelonas Trainer Xavi Pascual nahm postwendend seine Auszeit. Die „gelbe Wand“ aus Kielce jubelte wie wild, aber der Traum, mit einem Sieg nach Polen zurückzukehren, war mit dem 37:32 durch Ludovic Fabregas ausgeträumt.

Auch die tolle Vorstellung von Arkadiusz Moryto, der der dritte Spieler mit zehn oder mehr Toren beim diesjährigen VELUX EHF FINAL4 wurde (nach Petar Nenadic und Dainis Kristopans gestern), konnte die Partie nicht mehr drehen.

In der Schlussphase schrieb Barcelonas Abwehrstar Thiagus Petrus Geschichte, als er zum ersten Spieler beim VELUX EHF FINAL4 wurde, der an beiden Tagen eine Rote Karte erhielt – diesmal nach drei Zeitstrafen nach einer direkten Roten Karte am Samstag.

Autor: Björn Pazen
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